von Thusis zur Greina

Im Herbst 2012 wollte ich eine Wander-Woche einlegen, geplant war von Thusis zum Lukmanierpass mit vier Übernachtungen. Es hat nicht ganz geklappt, aber wir (mein Vater (70-jährig) und ich hatten eine gute Zeit.

Hier gehts zum Bericht mit einigen Fotos

1. Tag: von Thusis nach Safien Platz

Morgens um 8.20 Uhr sind wir in Thusis gestartet. Wir haben nur leichtes Gepäck dabei, da wir die Übernachtungen in Gasthäusern bzw. SAC-Hütten geplant hatten. Unser Weg sollte uns über den Glaspass nach Safien Platz führen.
Der Glaspass ist unspektakuläre 1850 Meter hoch, da wir aber auf rund 750 gestartet sind, waren es doch 1100 Höhenmeter, die wir zurück zu legen hatten. Die Wanderung war eigentlich ganz entspannt, nur von Urmein nach Tschappina hatten wir keinen guten Wanderweg, er führte uns rund 100 Höhenmeter durchs Unterholz, was sehr beschwerlich war.
Vom Glaspass runter nach Safien Platz ist eine sehr schöne und ziemlich steile Wanderung. Dieser Weg war auch als offizieller Bike-Weg gekennzeichnet, aber ich denke, den können nur die wenigsten Biker wirklich fahren. Den Bikern, denen wir begegnet sind, waren auf jeden Fall nicht mehr im Sattel.

2. Tag: von Safien Platz nach Duvin

Am nächsten Morgen ging führte unsere Planung uns von Safien Platz über Zalön zum Güner Lückli – wieder hatten wir gute 1100 Höhenmeter zu überwinden. Zu Beginn waren wir ganz gut unterwegs, hatten um 10.00 Uhr schon die 2000 Meter-Schwelle erreicht, doch dann beganns bei meinem Vater zu harzen; von seiner Unterzuckerung konnte er sich nur langsam erholen und so waren die nächsten 450 Höhenmeter für uns beide ein Kampf – ich fühlte mich etwas wie ein Sklaventreibert :-)
Der Abstieg nach Duvin ging gut voran, jedoch haben wir uns schon bald entschlossen, unsere Kräfte etwas zu schonen und von Duvin nach Cumbel das Postauto zu nehmen. Dieser Wunsch war uns jedoch verwehrt, dafür hätten wir das Postauto eine Stunde vorher bestellen müssen. Doch wir hatten Glück und ein freundlicher Einheimischer hat uns mit nach Ilanz genommen. Nach einem, wohl noch selten so gut tuenden, Bier, nahmen wir das Postauto nach Cumbel. Unsere Unterkunft „Ustria Larisch“ kann ich jedem ans Herzen legen; es war die Top-Unterkunft unserer Tour!

3. Tag: von Puzzatsch zur Scaletta-Hütte

Und weiter gings mit dem Postauto von Cumbel bis zu hinterst ins Val Lumnezia. In Puzzatsch begann der Anstieg zum Pass Diesrut auf 2430; das sind keine 800 Höhenmeter. Jedoch machten sich die beiden vorangegangenen Tage bei meinem Vater bemerkbar, mit 70 braucht der Körper halt etwas länger Erholungsphasen, die er diesmal nicht hatte. So kamen wir nicht so schnell wie erhofft voran, jedoch kontinuierlich und bald war die Passhöhe erreicht.
Der Blick in die Greina-Ebene war eine wunderbare Belohnung für die Anstrengungen. Obschon das Wetter umgeschlagen hat: der Himmel grau-in-grau, war ich (zum ersten Mal hier oben) begeistert von dieser Hochebene.
Jetzt war die Wanderung wirklich ein Genuss: von Murmeltieren ausgepfiffen war die Landschaft spannend und erstaunlich abwechslungsreich. Zum Abschluss des Tages musste ich noch den Arco della Greina aufsuchen, diese Steinbögen kannte ich bisher nur aus Fotos und war mir nicht bewusst, dass es diese auch in Graubünden, oh nein, jetzt waren wir ja im Tessin, gibt.

4. und 5. Tag zum Lukmanierpass

Aufgrund der Verletzung meines Vaters haben wir uns entschlossen unsere Tour zu beenden, vor allem, da der 4. Tag sehr anspruchvoll geworden wäre. Vielleicht finden wir ja mal noch die Zeit, dies nachzuholen.

2 Gedanken zu “von Thusis zur Greina

  1. dini sita isch genau su wia i miar wünscha, genau so zum handhaba. das wär doch as weihnacht gschenkli

    tolla beschrib vu eura reis
    super gmacht
    gruass mum

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