Trin – Bargis – Alp Mora – Trin

Diesen Sommer absolvierte ich die Tageswanderung

  • von Trin (880 M.ü.M.)
  • über Bargis (1550 M.ü.M.)
  • zur Alp Mora (2100 M.ü.M.)
  • zurück nach Trin

Zusammenfassung

Diese Wanderung wird auf der Homepage von Flims als schwierig und mit einem Zeitaufwand von 7-8 Stunden angegeben.
Diese Meinung kann ich nicht wirklich teilen. Es gibt zwar eine kleine Stelle, die man als etwas „ausgesetzt“ bezeichnen könnte, diese ist aber mit Seilen am Fels gut abgesichert und stellt meiner Meinung nach keine wirkliche Schwierigkeit dar. Auch die physische Herausforderung ist nicht übermächtig, die gut 1200 Höhenmeter lassen sich für einen durchschnittlich trainierten Wanderer gut in 2.5 Stunden bewältigen.
Aber eines Vorweg: die Tour ist absolut traumhaft!!!

Aufstieg

Der Aufstieg von Trin nach Bargis folgt einem Wanderweg, der mehrheitlich durch den Wald führt. Impossant ist der Blick von der Brücke in den Bach „Turnigla“, der tief im Gelände zahlreiche Gletschermühlen in den Fels gemahlen hat. Gelegentlich können einem Biker entgegenkommen, denn der Weg wir auch als Downhill-Strecke genutzt.

Bargis bildet den ersten Step und ziemlich genau die erste Hälfte des Aufstiegs. Es ist eine wunderschöne Hochebene, die auf jeden Fall zum Verweilen einläd. Rechts geht ein steiler Weg zum Flimserstein hoch, aber mein Weg orientierte sich an der gegenüberliegenden Talseite, nicht viel weniger steil, würde ich mal sagen.
Auf ziemlich genau 2000 Meter über Meer endet der Aufstieg bei der Alp Lavadignas.

Quergang

Jetzt folgt der Weg, mehrheitlich ohne grosse Auf-und-Abs, zurück Richtung Trin.
Der Weg bietet immer wieder grandiose Aussichtspunkte Richtung Süden; im Vordergrund (etwas linker Hand) sieht man den imposanten Aufbau des Flimsersteins, gerade in die Distanz den Heinzenberg (Präzer Höhi) und bei guter Sicht den Piz Beverin (2998 M.ü.M.) – ich hatte leider etwas zu hohe Luftfeuchtigkeit (Dunst).
Nach einem kurzen Aufschwung folgt der Weg einer weiteren kleinen Hochebene, die links und rechts von Felsen umzäunt wird – eine tektonisch sehr spannende Landschaft!

Dann geht es ca. 100 Höhenmeter runter und man kommt an die Alpstrasse, die von Trin hoch kommt. Jetzt könnte man den Abstieg antreten, dann verpasst man aber einen Höhepunkt der Wanderung: die Gletschermühlen bei der Alp Mora.
Also, an ein paar Lawinenverbauungen vorbei und quer durchs Gelände den Hang queren. Und plötzlich, wie aus dem Nichts, sieht man ein kleines (bei mir) ausgetrocknetes Bachbeet mir vielen kleinen Basins, oft nur 2m Durchmesser, die zum Baden einladen.
Heute hatte es mir ein wenig zu viele Leute da, aber einige Kids bestätigten mir, dass das Wasser nicht so kalt sei – naja, wir sind auf rund 2100 Meter über Meer, für mich wahrscheinlich zu kalt.

Abstieg

Der Normal-Abstieg wird wohl dem Alpweg folgen.
Aber ich wollte nicht immer wieder Autos kreuzen müssen und entschied mich, den Berghang tendenziell über die (von oben) rechte Hangseite abzusteigen. Dieser Weg war zwar auch sehr schön, jedoch nicht mehr so gepflegt / oft begangen und daher manchmal nicht ganz einfach zu finden.
Total brauchte ich für die Wanderung inkl. vielen Fotos, Verpflegungspausen und dem Zusatzabstecher zu den Gletschermühlen nicht ganz 7 Stunden; reine Wanderzeit war wohl etwa 5.5 Stunden.

3 Gedanken zu “Trin – Bargis – Alp Mora – Trin

  1. Hallo
    Schade, dass zu den Bildern keine Koordinaten genannt werden. Wäre es möglich, mir diese vom Bild mg 4776 (blanke Felsmulde) mitzuteilen bzw. zu sagen, wo das in etwa ist?

    Danke für Ihre Antwort und freundliche Grüsse
    Ferdi Brunner

  2. Hallo Fredi
    Leider ist meine Kamera noch nicht mit GPS ausgestatet, aber ich weiss genau, was du meinst:
    N46° 51′ 33“ E9° 19′ 43“ oder 46.859167 / 9.328611
    das ist ein klein wenig nordöstlich von Bargis.
    Grüsse, Reto

  3. Falls Du auch mit einem Handy unterwegs bist, kannst Du die fehlende GPS-Funktion in Deiner Kamera ersetzen, indem Du ein Bild auch mit dem Handy aufnimmst, sofern die integrierte Kamera mit Geotagging ausgerüstet ist. Dazu braucht es nicht einmal Verbindung zu einer Handyantenne, denn es ist bei diesen Handys ja ein GPS-Modul verbaut. Nachher bei der Bearbeitung, z.B. in Adobe LR, kann man die Koordinaten in die Exifdaten schreiben. Werden mehrere Fotos vom selben Standpunkt aus gemacht, lassen sie sich auch schnell mit allen andern Fotos synchronisieren. Etwas umständlich, ok, aber günstiger als ein GPS-Modul für die Kamera.

    Freundliche Grüsse
    Roland

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