Polarlichter

Das Fotografieren von Polarlichtern ist für mich so etwas wie die Königsklasse der Nachtfotografie. Und da ich schon lange eine ausgeprägte Affinität zur Nachtfotografie habe, musste ich diese Erfahrung mit Polarlichtern unbedingt machen. Da ich aber keine Ahnung hatte, wo und wie man diese Lichter fotografieren kann, habe ich zum ersten Mal in meinem „Fotografen-Leben“ eine organisierte Fotoreise gebucht.

An dieser Stelle möchte ich mich beim Team von fotoreisen.ch kurz, aber zutiefst, bedanken. Als wir in Tromsö (Nord-Norwegen) ankamen, waren das Wetter und die -prognose schlicht und einfach schlecht. Damit wir dennoch einige Polarlichter fotografieren konnten, fuhren wir mit den Autos 200km nach Osten, bis über die finnische Grenze: und da gibts keine Autobahnen, wir hatte von trockenen über schneebedeckten bis vereisten Überlandstrassen alles, dass nur einen Durchschnitt von 50km pro Stunde möglich war.
Wenn wir gewusst hätten, dass zwei Tage später das Wetter aufklarte und wir nur 30km vor der Hoteltür die schönsten Polarlichter fotografieren können… Tja, aber wie gesagt; unser Reiseleiter setzte alles in Bewegung, damit wir was zu fotografieren hatten.

Wenn man dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, ist das Fotografieren von Polarlichtern eigentlich sehr einfach. Ab und zu hatte die Kamera zwar Probleme mit der richtigen Belichtungsmessung, das lässt sich aber schnell manuell nachkorrigieren.
Mein Tipp für Leute, die es mir gleich tun wollen: es braucht gute Objektive! Die Blende muss mindestens f2.8 oder grösser sein.
Meine Objektive waren: Canon 24mm/f1.4 und Zeiss 15mm/f2.8

Dennoch eine kleine „Warnung“: diese Polarlichter zu sehen ist nicht so spektakulär wie ich es erwartet habe. Es braucht schon Aktivitäten über 5 (von 0-9) um diese überhaupt richtig wahrzunehmen, aber Fotografieren kann man auch schon deutlich schwächere ab Stärke 2.
Heute ist mir auch klar weshalb: die Fotos werden mit einer Zeit von bis 8 Sekunden belichtet, dies kann unser Auge natürlich nicht. Weitere Infos findet man auf Wikipedia.

 

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