Von Unieux nach Mandailles-Saint-Julien

es, der Tag soll gemäss Meteo keinen Regen bringen. Also, frohen Mutes und gefülltem Magen schwinge ich mich aufs Bike, diese Etappe sollte mit etwas über 300 Kilometer gut zu machen sein.

Obwohl ich meine Ferien zum ersten Mal mit einem Navigationsgerät geplant habe und ich daher noch über keine Erfahrung verfüge, war ich bis jetzt sehr positiv überrascht, wie glatt doch alles lief. Und auch heute beginnt der Tag wunderbar mit wunderschön geschwungenen Kurven bringe ich die ersten Kilometer hinter mich, doch schon nach kurzer Zeit kam mir der geführte Weg etwas seltsam vor: spitze Kehren quer durch ein kleines Dörfchen an einem Bauernhof vorbei und ich war schon nicht mehr auf einer asphaltierten Strasse – egal, kneifen gilt nicht, schliesslich habe ich eine GS und mache etwas Offroad. Dieser kleine Abstecher war spassig, da ich auch schon nach wenigen Minuten wieder auf festem Untergrund unterwegs war.

Bis zu meiner Mittagspause (einem Milch-Café), lief alles perfekt: vor allem die fast immer sehr guten Strassen habe mich überrascht; zudem war ich in Landschaften unterwegs, wo in der Schweiz längst ein Fahrverbot (ausgenommen Landwirtschaft) wäre. Also, weiter geht’s!

Nach einem weiteren Pass, wollte mein Navi mich wieder weg von der asphaltierten Strasse auf einen Feldweg leiten. Nachdem das beim ersten Mal gut geklappt hat– naja, es war ja nicht wirklich Offroad, sondern ein staubiger Feldweg, aber ich habe keine Ahnung von losem Untergrund und daher muss ich etwas kleiner Anfang – wollte ich auch hier weiter fahren. Aber mein Übermut sollte sich schnell rächen, denn schon nach wenigen hundert Meter stand ich vor einem Aufschwung, der vor nicht allzu langer Zeit vom Regen ziemlich ausgewaschen wurde. OK, erster Gang rein, Gas geben (nur nicht zu zaghaft) und rein ins „Getümmel“. Die Traktionskontrolle arbeitete wie verrückt, ich versuchte verzweifelt, aber möglichst nicht verkrampft, das Gleichgewicht zu halten; nach ca. 100 Meter hatte ich den Aufschwung hinter mich gebracht – und ich wollte das auf keinen Fall wiederholen! Schliesslich wollte ich mein Glück nicht herausfordern und mich bei einem weiteren Versuch auf die Fresse legen, so suchte ich beim nächstbesten Waldweg den Notausgang. Hierfür hatte ich definitiv zu wenig Erfahrung, den falschen Reifen und zu viel Gepäck.

So konnte ich auch meinen dritten Tag ohne Komplikationen durch bringen – auf dass es so weiter geht…

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