Kroatien-Tour 2013 (Teil1)

Josipa und Ante sind Kroaten und haben mir ihr Land wärmstens empfohlen.
Natürlich, ich empfehle meinen deutschen Bekannten die Schweiz auch, ist ja auch schön – finde ich. Dann habe ich begonnen etwas Infos zu sammeln und Fotos anzusehen – und meine Neugier war geweckt.

Kroatien mit dem Motorrad

Ferien mit dem Motorrad bedeutet für mich: nicht das Land selbst ist das Ziel, sondern der Weg dahin!
So begann meine Tour mit Pässe-Fressen: Flüelapass, Ofenpass, Passo di Costalunga, Passo San Pelegrino und Passo Duran. Von der Ebene um Udine führte mich meine Route über Trieste, wo ich kurz hinter der slowenischen Grenze einen kleinen Campingplatz gefundne habe.

Am nächsten Morgen führten mich viele kleine Strässchen durch Slowenien zur kroatischen Grenze, wo mich der Zöllner nicht passieren lassen wollte – Déja-vue…
Anmerkung: vor rund 15 Jahren stand ich schon mal (damals noch mit der 125er) an der kroatischen Grenze, wo kein Durchkommen war, damals wegen der fehlenden grünen Versicherungskarte…
Diesmal gab mir der Grenzwächter zu verstehen, dass dieser Übergang den lokalen Anwohnern vorbehalten sei und ich auf die Hauptstrasse zurück müsse, auf den offiziellen Zoll – nun gut, mach ich mal… Dieser Tag war irgendwie nicht vom gemütlichen Feriencruisen gesegnet, denn schon wenige Kilometer später wurde meine Route vor einem Dorf abgesperrt; weshalb genau konnte ich nicht ausmachen, es machte mir den Eindruck, dass es sich um einen Abschnitt einer Ralleystrecke handeln musste. Naja, dann halt ein paar Kilometer auf die Autobahn, also genauer gesagt, in den Stau, wo es bald darauf heftig zu regnen begann – Kroatien wollte mich nicht so recht willkommen heissen…
Endlich konnte ich das Meer sehen, ich kam an die Küste und das Wetter wurde besser – naja, immerhin trocken. Noch ein paar Kilometer der Küste nach Süden folgen und bei Brestova wollte ich mit der Fähre auf die Insel Cres übersetzen.
Diese Insel ist wirklich wunderschön! Aber Achtung, es können plötzlich Schafe auf der Strasse stehen und die Campingplatze machen schon Ende September dicht.

Der dritte Tag sollte eine unspektakuläre Verbindungsroute ins Landesinnere werden – zu den Plitvicka-Seen, doch als ich gegen 15:00 da ankam, war es neblig und kühle 5° und auch die nächste Tage versprachen kein besseres Wetter, also zurück zur Küste. Und auch hier wurde ich von der unbeschreiblichen Landschaft Kroatiens verwöhnt.
Die letzten Kilometer des Tages folgte ich der Küste nach Süden bis nach Starigrad, wo ich wieder einen gemütlichen Campingplatz fand.

Ich liebe die Bergen ja nicht nur als Motorradfahrer, sondern genaus als Wanderer und Kletterer. Und genau deshalb musste ich bei Starigrad, dem Tor zum Paklenica-Nationalpark, die nahen Kletterfelsen erkundigen – auch hier: einfach traumhafte Landschaft und richtig geiler, kompakter und schafer Kalk; hierher muss ich zurück kommen.
Dann folgte ich weiter Richtung Süden; über Zadar bis nach Sibenik. Anfangs war ich von dieser Stadt sehr enttäuscht, bis ich den alten Kern gefunden habe – und dieser ist wirklich schön, ein richtiges Labyrinth auch kleinen Gassen, wo kein Auto durch kommt. Am späten Abend sollte sich dann das Ankündigen, was mich am nächsten Tag erwarten soll – Regen aus Kübeln.

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