Einmal Bretagne bitte

Eigentlich sollte der heutige Tag eine Königsetappe werden – sollte. Aber das typisch bretagnische „temps de cochon“ hatte zugeschlagen: nur gerade 15° zeigte das Thermometer  und eine unangenehm hohe Luftfeuchtigkeit durchdrang sogar meine Motorradklamotten – ich montierte wieder meine Thermo-Unterwäsche und einen Pullover.

Eigentlich wollte ich heute die ganze Südküste der Bretagne abfahren, aber mein Navi hatte mich wieder „verarscht“. Die Routenplanung auf dem Ding hat es echt in sich, wenn man nicht genau Meter für Meter abfährt, kann es passieren, dass ein angepeilter Punkt (ja, ich habe ihn absichtlich ohne Alarm versehen) übergangen und der nächst nähere angesteuert wird. Naja, in meinem Fall war das mit Glück verbunden, denn die Stadt Quinter (Kemper) war nicht auf meinem Plan, aber etwas vom schönsten, was ich bisher sehen durfte – mit einer wunderschönen Altstadt, die zum Shoppen einlädt und einer sehr imposanten Kathedrale.

Aber das Navi hat mich dennoch geärgert; ich muss meine Kroatien-Planung definitiv umstellen, sonst werde ich Orte, die ich unbedingt ansteuern will, womöglich versehentlich übergehen.

Genug gejammert- Angekommen an der Nordküster der Bretagne war ich sofort überwältigt von der Natur. Sie erinnert mich an Bilder aus der Werbung für Jever-Bier – etwas wild, rau, und sehr naturbelassen, nicht so künstlich und auf Tourismus ausgelegt, wie man es am Mittelmeer kennt.
Leider konnte ich diese Landschaft nur für wenige Stunden geniessen, denn morgen geht es schon wieder weiter.

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