Einmal Bretagne bitte

Eigentlich sollte der heutige Tag eine Königsetappe werden – sollte. Aber das typisch bretagnische „temps de cochon“ hatte zugeschlagen: nur gerade 15° zeigte das Thermometer  und eine unangenehm hohe Luftfeuchtigkeit durchdrang sogar meine Motorradklamotten – ich montierte wieder meine Thermo-Unterwäsche und einen Pullover.

Eigentlich wollte ich heute die ganze Südküste der Bretagne abfahren, aber mein Navi hatte mich wieder „verarscht“. Die Routenplanung auf dem Ding hat es echt in sich, wenn man nicht genau Meter für Meter abfährt, kann es passieren, dass ein angepeilter Punkt (ja, ich habe ihn absichtlich ohne Alarm versehen) übergangen und der nächst nähere angesteuert wird. Naja, in meinem Fall war das mit Glück verbunden, denn die Stadt Quinter (Kemper) war nicht auf meinem Plan, aber etwas vom schönsten, was ich bisher sehen durfte – mit einer wunderschönen Altstadt, die zum Shoppen einlädt und einer sehr imposanten Kathedrale.

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Von Poitiers in die Bretagne

Diese rund 380 Kilometer dienten rein der Verbindung von A nach B. So war mein Ziel auch, diese Distanz ohne grosse Umwege, mit einigen Schnellstrassen, aber ohne Autobahn, schnell und einfach hinter mich zu bringen. Im Gegensatz zu den letzten Tagen ist die Landschaft nur quasi flach und so konnte ich grossflächige Ackerfelder aller möglichen Anbaukulturen sehen – eigentlich noch ganz hübsch.

Am Ziel, einem Campingplatz im Süden der Bretagne, angekommen, machte ich mich auf, mein Biwak-Zelt (es besteht nur aus einer „Aussenhaut“ und wird mit zwei Wanderstöcken aufgespannt – Danke Kardasch, ich liebe das Teil :-) ) aufzustellen und mein Abendessen zu kochen.

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Von Mandailles-Saint-Julien nach Poitiers

Der Tag begann wieder kalt, von Norden drückten Wolken über den „le Puy Mary“, begleitet von einem unangenehm starken Wind. Also, Flucht nach vorn, denn ich werde auf dieser Reise nicht mehr in diese Höhen vordringen und die tiefen Lagen versprachen angenehmere Temperaturen.

Obwohl schon der 4. Tag, wähnte ich mich landschaftlich in einer Dauerschleife – Strassen und Landschaft waren wie bisher wild, weitläufig und einsam.
So genoss ich weitere 200 Kilometer an Feldern vorbei, durch Wälder und kleine verschlafene Dörfer.

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Von Unieux nach Mandailles-Saint-Julien

es, der Tag soll gemäss Meteo keinen Regen bringen. Also, frohen Mutes und gefülltem Magen schwinge ich mich aufs Bike, diese Etappe sollte mit etwas über 300 Kilometer gut zu machen sein.

Obwohl ich meine Ferien zum ersten Mal mit einem Navigationsgerät geplant habe und ich daher noch über keine Erfahrung verfüge, war ich bis jetzt sehr positiv überrascht, wie glatt doch alles lief. Und auch heute beginnt der Tag wunderbar mit wunderschön geschwungenen Kurven bringe ich die ersten Kilometer hinter mich, doch schon nach kurzer Zeit kam mir der geführte Weg etwas seltsam vor: spitze Kehren quer durch ein kleines Dörfchen an einem Bauernhof vorbei und ich war schon nicht mehr auf einer asphaltierten Strasse – egal, kneifen gilt nicht, schliesslich habe ich eine GS und mache etwas Offroad. Dieser kleine Abstecher war spassig, da ich auch schon nach wenigen Minuten wieder auf festem Untergrund unterwegs war.

Bis zu meiner Mittagspause (einem Milch-Café), lief alles perfekt: vor allem die fast immer sehr guten Strassen habe mich überrascht; zudem war ich in Landschaften unterwegs, wo in der Schweiz längst ein Fahrverbot (ausgenommen Landwirtschaft) wäre. Also, weiter geht’s!

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vom Col du Granier nach Unieux

Heute sollte mich meine Planung durch die regionalen Naturpärke von Bauges-Massiv, Chartreuse, Vercors und Pilat führen. Somit war meine Wunschvorstellung auch klar: kleine einsame Strasse in unberührter Natur.

Der Tag begann nicht gerade wunschgemäss, es schüttete aus Kübeln. Hilft nix, die Tour muss weiter gehen. So sattelte ich meinen nassen Bock, klemmte das Navi an und ab ging die Post.
Nach etwas über einer Stunde fahrt, drückte die Sonne durch die Wolkendecke und ich konnte einen Regenbogen mit einer Farbintensität sehen, wie ich es im Bündnerland noch nie gesehen habe.

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Von Chur auf den Col du Granier

Dies wird mein kleines Ferien-Foto-Tagebuch für meine Tour de France auf meiner neuen GS. Meine Tour geht 10 bis 12 Tage und geht von Chur an die Bretagne und zurück, es sind alle herzlich eingeladen hier zu stöbern. :-)

Am ersten Tag führte die Tour von Chur zum Col du Granier, was Total rund 420 Kilometer sind. Hierfür benötigte ich als reine Fahrzeit rund 7 Stunden, wobei ich die ersten 250 Kilometer bis Martigny eher als „Pflichtprogramm“ empfunden habe. Aber danach kamen ein paar wirklich sehr schöne Streckenabschnitte:

  • von Martigny nach Chamonix
  • die letzten rund 20 Kilometer vor Albertville
  • und meine „Zufallsplanung“ von Francin zum Col du Granier

Ich freue mich auf die nächsten Tage, denn jetzt sollten wirklich ein paar sehr schöne Landschaften auf mich warten.